Barzahlungsklausel

Definition der Barzahlungsklausel

Die Barzahlungsklausel, auch Cash Advance Fee genannt, ist eine Gebühr, die von Kreditkartenunternehmen erhoben wird, wenn Kreditkarteninhaber Bargeld an einem Geldautomaten oder über einen Bankschalter abheben. Diese Gebühr ist in der Regel ein Prozentsatz des abgehobenen Betrags und wird zusätzlich zu den Zinsen berechnet, die auf den abgehobenen Betrag anfallen. Die Barzahlungsklausel ist ein wichtiger Aspekt der Kreditkartenvereinbarung, den Karteninhaber verstehen sollten, da sie die Kosten für die Nutzung der Kreditkarte erheblich erhöhen kann.

Beispiel und Berechnung der Barzahlungsklausel

Angenommen, ein Kreditkarteninhaber hebt 200 Euro an einem Geldautomaten ab und die Barzahlungsklausel beträgt 3%. In diesem Fall würde die Gebühr 6 Euro betragen. Dieser Betrag wird zum Saldo der Kreditkarte hinzugefügt und unterliegt den üblichen Zinsen. Wenn der Karteninhaber den Saldo nicht sofort vollständig begleicht, werden Zinsen auf den ursprünglichen Betrag von 200 Euro plus die Gebühr von 6 Euro berechnet.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Barzahlungsklausel unabhängig von der Höhe des abgehobenen Betrags anfällt. Selbst wenn der Karteninhaber nur einen kleinen Betrag abhebt, wird die Gebühr berechnet. Darüber hinaus kann die Barzahlungsklausel höher sein, wenn der Karteninhaber Bargeld in einer anderen Währung oder in einem anderen Land abhebt.

Vermeidung der Barzahlungsklausel

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Barzahlungsklausel zu vermeiden oder zu minimieren. Eine Möglichkeit besteht darin, die Kreditkarte nur für Einkäufe zu verwenden und Bargeldabhebungen zu vermeiden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, eine Kreditkarte zu wählen, die keine oder eine niedrigere Barzahlungsklausel hat. Einige Kreditkartenunternehmen bieten Karten mit niedrigeren Gebühren für Bargeldabhebungen oder sogar ohne Gebühren für bestimmte Arten von Transaktionen an.

Es ist auch möglich, die Barzahlungsklausel zu vermeiden, indem man die Kreditkarte nicht für Bargeldabhebungen verwendet, sondern stattdessen eine Debitkarte verwendet. Debitkarten ziehen das Geld direkt vom Girokonto des Karteninhabers ab, so dass keine Gebühren für Bargeldabhebungen anfallen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Barzahlungsklausel ein wichtiger Aspekt der Kreditkartenvereinbarung ist, den Karteninhaber verstehen und berücksichtigen sollten. Durch sorgfältige Planung und bewusste Entscheidungen können Karteninhaber die Kosten für die Nutzung ihrer Kreditkarte minimieren und vermeiden, unerwartete Gebühren zu zahlen.